Projekte

 


Die 500-Euro-Plätzchen

Grundschüler aus Boxberg haben gemeinsam mit Kraftwerkern Plätzchen gebacken und verkauft. Von dem Erlös gibt es was Tolles zum Kindertag.

Von Bernhard Donke

Grundschüler Nils hält den Scheck über 500 Euro. Den haben der Leiter des Kraftwerks Boxberg, Thomas Hörtinger, Betriebsrat Andreas Fordon und Sprecherin Isa Töpfer (hinten, von links) in der Grundschule Boxberg übergeben.

 

Grundschüler Nils hält den Scheck über 500 Euro. Den haben der Leiter des Kraftwerks Boxberg, Thomas Hörtinger, Betriebsrat Andreas Fordon und Sprecherin Isa Töpfer (hinten, von links) in der Grundschule Boxberg übergeben.

© Bernhard Donke

Boxberg. Backen macht Spaß und bei Weihnachtsplätzchen stimmt das sowieso. Die Schüler der Grundschule Boxberg wurden für ihre Backaktion jetzt auch noch belohnt, mit einem Scheck über 500 Euro. Im vergangenen Jahr hatten sich die Mitarbeiter des Kraftwerks Boxberg für die Vorweihnachtszeit etwas Besonderes für die Grundschüler ausgedacht. Gemeinsam haben sie in der Werksküche des Kraftwerks Ende November Weihnachtsplätzchen gebacken.

Aus jeder Klasse der Grundschule nahmen zwei Schüler und die Mitglieder der Laienspielgruppe der Grundschule teil. Die gebackenen Plätzchen haben Kraftwerker dann in ihrer Werkskantine den Mitarbeitern zum Kauf angeboten, wie Betriebsrat Andreas Fordon erklärt. „Die Verkaufsaktion kam sehr gut an, sodass alle gebackenen Plätzchen verkauft wurden. Deshalb werden wir in diesem Jahr zur Vorweihnachtszeit diese Weihnachtsplätzchen-Backaktion auch wieder mit der Schule durchführen.“ Fordon kam nun am vergangenen Freitagmorgen gemeinsam mit dem Leiter des Kraftwerks, Thomas Hörtinger und der verantwortlichen Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit, Isa Töpfer, in die Grundschule Boxberg, um den Erlös aus der Verkaufsaktion den Schülern als Spende zu überreichen. „Der Vorstand der Lausitz Energie Bergbau AG, also des Tagebau- und Kraftwerksbetreibers, hat zu dem Verkaufserlös noch etwa hinzugefügt, sodass wir der Schule und den Schülern einen Scheck über insgesamt 500 Euro überreichen können“, sagt Thomas Hörtinger.

Von der Schulleiterin Angela Frenzel und den Schülern, die an dieser Backaktion beteiligt waren, wurde die kleine Delegation empfangen. „Es war eine wunderbare Sache, die sie da mit unseren Schülern veranstaltet haben. Umso mehr freuen wir uns über die Spende und bedanken uns dafür aufs Herzlichste“, sagt die Schulleiterin und verrät auch schon, wofür das Geld ausgegeben werden soll. Die Schule will demnach am Kindertag, dem 1. Juni, ein Trommelprojekt mit der „Argandona-Trommelwelt“ organisieren. Das Projekt verspreche eine „Trommelabenteuerreise“ mit viel Tanz, Musik und Gesang.


22. Dezember 2017 | 12:30 Uhr

Boxberg

Boxberger Grundschüler zünden ein Trommelfeuer

 

Begeistert sind die Jungen und Mädchen in Boxberg bei der Sache. Sie trommeln lautstark gemeinsam und singen natürlich auch mit.

Begeistert sind die Jungen und Mädchen in Boxberg bei der Sache. Sie trommeln lautstark gemeinsam und singen natürlich auch mit.FOTO: Regina Weiß / LR

Boxberg. 138 Kinder trommeln gemeinsam mit dem Musiker Mario Argandona - ein ganz tolles Erlebnis in Boxberg. Von Regina Weiß

Das hat es in Boxberg bisher noch nicht gegeben: 141?Trommeln geben in der Turnhalle hinter der Schule am Donnerstagabend den Ton an. An den Musikinstrumenten sitzen 138?Mädchen und Jungen der Grundschule, Lehrer und Mario Argandona. Der Musiker ist voll in seinem Element, er „turnt vor“, singt mit und gibt die Einsätze vor. Kein Wunder, der gebürtige Chilene hat 35?Jahre Bühnen-Erfahrung, hat bei BAP, den Scorpions und bei anderen namhaften Bands gespielt und bisher mehr als 700 Trommelprojekte mit Tausenden Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Das Trommeln hat nämlich sein Gutes: Es fördert den Zugang zur Musik, die Bewegungskoordination, die Konzentrationsfähigkeit und letztlich auch das Selbstbewusstsein der kleinen Dartsteller.

In Boxberg führt Argandano die Geschichte vom Trommelstern auf. Dafür hat er drei Tage mit den Kindern geübt. „Eigentlich waren es nur Stunden. Dass, was die Kinder leisten, ist fantastisch“, schätzt er nach dem Auftritt ein. Vorher hatten eine Dreiviertelstunde die Trommeln das Sagen. Sie geben den Rhythmus vor und erzählen eine Geschichte: Trommelinho ist erschrocken und besorgt, denn eigentlich hat jedes Kind seinen Trommelstern, der ihn begleitet und beschützt und mit voller Kraft leuchtet. Doch irgendetwas stimmt mit denen nicht. Trommelinho macht sich mit den Kindern auf die Suche nach einer Erklärung. Dabei schlüpfen die Schüler in Rollen von Eisbären, Uhus, Schmetterlingen und Mäusen.

Am Ende wird alles gut, der Sternenstaub fliegt über alle Kinder. Paulina und Hanna, beide aus der 4a, sind begeistert von dem Projekt. „Uns hat es sehr gut gefallen“, sagen sie unisono der RUNDSCHAU.

Begeistert ist auch Schulleiterin Angela Frenzel. „So etwas wie heute habe ich noch nicht erlebt“, sagt sie. Sie freut sich, zur Abschlussaufführung zahlreiche Eltern plus Großeltern in der Turnhalle begrüßen zu können. „So viele waren es noch nie.“ Und die Zuschauer sind ebenfalls hin und weg. Nicht nur, das pausenlos gefilmt und geknipst wird, gibt es am Ende viel Applaus und Jubelrufe.

Nur gut, dass eine Mutter das Team der Trommelwelt bei der Kur erlebt hatte. Ihr Tipp fiel sozusagen bei den Lehrern auf fruchtbaren Boden. Das Ganze unterstützte schließlich die Gemeinde Boxberg, die für das Projekt auch Fördermittel bekommen hat.

 

Zum Schluss der Aufführung in Boxberg verteilen die Trommelsterne ihren goldenen Staub – das Happy End einer Geschichte mit Eisbären, Uhus, Schmetterlingen und Mäusen.

Zum Schluss der Aufführung in Boxberg verteilen die Trommelsterne ihren goldenen Staub – das Happy End einer Geschichte mit Eisbären, Uhus, Schmetterlingen und Mäusen.FOTO: Regina Weiß / LR


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Punkte für Ordnung und Sauberkeit

Kids in Boxberg wetteifern um den Goldenen Mülleimer. Das kann Schule machen.

Von Constanze Knappe

Als erste gewann die 1a den Goldenen Mülleimer. Die Aktion nutzt allen Kids der Grundschule Boxberg.

 

Als erste gewann die 1a den Goldenen Mülleimer. Die Aktion nutzt allen Kids der Grundschule Boxberg.

 

Boxberg. Gold und Müll schließen sich aus. Nicht so in der Grundschule in Boxberg. Dort gibt es seit Neuestem einen Mülleimer, der obendrein noch golden ist. Gewonnen haben ihn die Mädels und Jungs aus der 1a. Sie waren die Klasse, die einen Monat lang am besten auf Ordnung und Sauberkeit geachtet hat. Nicht, dass die Gemeinde Boxberg keine Putzfrau für die Schule hätte. „Es geht nicht ums Putzen, sondern ums Ordnung halten“, erklärt Ricarda Valentin. Ordnung sei ja bekanntlich das halbe Leben und man könne gar nicht früh genug damit beginnen, dies den Kindern zu vermitteln, sagt sie. Am besten spielerisch.

Seit August ist die 32-Jährige als Schulsozialarbeiterin in Boxberg tätig. Von Anfang an empfand sie sich „auf gleicher Wellenlänge“ mit Schulleiterin Angela Frenzel. Die habe sie auf die Gänge hingewiesen. „Die Kinder lassen im Foyer schnell mal ihre Ranzen fallen. Das sieht nicht nur nicht schön aus. Es ist vor allem ein Problem der Sicherheit, weil es der Fluchtweg ist“, sagt Ricarda Valentin. Eine Weile beobachtete sie das Verhalten der Grundschüler – und entwickelte die Idee zu dem Wettbewerb. Einmal pro Woche dreht sie mit einem Bewertungsbogen in der Hand eine Runde durch die Schule. Nie am gleichen Tag und auch nie zur gleichen Zeit. Ricarda Valentin vergibt Punkte für Ordnung und Sauberkeit in Klassenzimmern und Fluren. Eine Tafel im Foyer zeigt den Kids den Stand der Dinge an. „Manche können es kaum erwarten, dass die nächsten Punkte angezeigt werden“, erklärt sie schmunzelnd. Diejenige der acht Klassen mit den meisten Punkten bekommt den Goldenen Mülleimer, einen liebevoll gestalteten Wanderpokal.

Der Wettbewerb begann im November. Im Dezember wurde wegen eines großen Trommelprojekts ausgesetzt. Dafür sind die Kinder seit Beginn des Jahres umso eifriger bei der Sache. Und die zeigt Wirkung. In den Garderoben hängen die Jacken sorgsam an den Haken. Nirgendwo liegen mehr Schal, Mütze oder Handschuhe achtlos auf dem Boden herum. Die Ranzen stehen in Regalen, die Turnbeutel sind aufgeräumt. Werkschürzen haben ebenso ihren Platz wie die Malutensilien. Weil das Kunstkabinett wegen der Bauarbeiten derzeit nicht nutzbar ist, malen die Kinder in Klassenzimmern. Danach wischen sie die Tische ab. Selbstverständlich war das zuvor nicht für alle Kinder. Einige Klassen haben von sich aus Verantwortliche für Jacken, Schürzen oder Tische festgelegt, erzählt Ricarda Valentin. Insofern fördere der Wettbewerb Kompetenzen wie Kommunikation und Kooperation. „Wer Ordnung in seinen Sachen hält, hat auch Ordnung im Kopf und kann viel besser lernen“, erklärt sie das pädagogische Anliegen. Es wird mit dem Wettbewerb spielerisch vermittelt. „Ist doch nicht schwer, das Mathebuch unter die Bank zu legen, da hat man mehr Platz auf dem Tisch“, hat die sechsjährige Marla aus der 1a festgestellt. Matti (7) sagt, dass sie alle jetzt besser auf ihre Sachen achten.

Als erste Klasse überhaupt gewann die 1a den Goldenen Mülleimer. Mit einem Punkt Vorsprung vor einer dritten Klasse. Selbst Klassenlehrerin Angela Jordan war überrascht. Zwar halte sie die Kinder immer wieder zur Ordnung an, dass es für den Pokal reicht, hätte sie nicht erwartet. „Das Fach unter dem Eimer war mit Gummibären gefüllt“, strahlt Matti übers ganze Gesicht. Es bringt etwas, einander beim Aufräumen zu helfen, haben die Erstklässler ganz nebenbei gelernt. „Wenn beim nächsten Mal die Anderen gewinnen, ist es auch nicht schlimm“, findet Marla.

Ricarda Valentin könnte sich keine schönere Arbeit als die mit Kindern vorstellen. „Kinder geben viel zurück. Wenn mir die Steppkes mit einem Morgengruß entgegenlachen, das ist einfach super“, so die studierte Sozialpädagogin, die selbst Mutter dreier Kinder ist. Sie möchte den Zusammenhalt der verschiedenen Altersstufen in der Grundschule fördern. Zweimal die Woche können sich die Kinder an Obsttellern und Milch bedienen. Ricarda Valentin wird diese Aktion mit einem Quiz ergänzen und dessen Sieger zur „Schlauen Frucht“ küren. Außerdem bereitet sie für das zweite Schulhalbjahr ein Projekt vor, um mit Mädels und Jungs Namensvorschläge für die Schule zu erarbeiten und diese dem Gemeinderat vorzustellen.

Angestellt ist sie beim Verein Schlupfwinkel in Weißwasser. Für 30 Stunden pro Woche. Ob sie bleiben darf, hänge auch von der Gemeinde Boxberg ab, sagt sie. Während der Staat an Oberschulen und Gymnasien die Kosten für Schulsozialarbeiter trägt, müssen an Grundschulen die Kommunen 20 Prozent selbst finanzieren.


WEISSWASSER

02.07.2019 13:00 Uhr

Spiele wechseln den Besitzer

Flohmarkt in Boxberg

https://media.saechsische.de/2/4/5/45880fa1d0a423a795e2905f8e8542a91562050449.jpg© Foto: Joachim Rehle

 1 Min. Lesedauer

Von Joachim Rehle

Boxberg. Erfolgreich verlief am vergangenen Sonnabend in der Grundschule Boxberg der erste Flohmarkt. So manche Eltern haben die Gelegenheit genutzt, gebrauchte Lernmittel für ihre Zöglinge zu kaufen: Bücher für die Kinder der ersten Klasse, LÜK-Bücher, Rechenhilfen, Zahlenspiele, Farb- und Formspiele, Lern- und Lehrmaterialien, die noch super in Schuss waren, zu schade zum Wegwerfen. Der Erlös kommt der Grundschule und damit den Schülern zugute. Es wird für neues Lehrmaterial ausgegeben. Das Spielmobil Weißwasser stimmte die Mädchen und Jungen auf ihre Sommerferien ein und die Eltern sorgten für eine Kaffeetafel. Die Idee für den Flohmarkt kam von Ricarda Valentin. Unterstützt wurde die Schulsozialarbeiterin vom Elternrat. (red)