Projekte

 

Beratung


Schaffung einer beratenden, entlastenden und unterstützenden Instanz.

Besonderes Augenmerk muss dabei auf die seelischen Bedürfnisse des Kindes gelegt werden, um eine gesunde emotionale, aber auch gesellschaftliche Entwicklung gewährleisten zu können. Hierfür ist die Instanz, der Schulsozialarbeit ein Knotenpunkt damit alle Kräfte an den jeweiligen Stellen bestmöglich zum Einsatz kommen können. Dabei spielt der Informationsaustausch aller Beteiligten eine wesentliche Rolle. Die Schulsozialarbeit an der „Lernoase“ verfolgte daher einen sehr transparenten Weg um möglichst viele Eltern, Schüler und Lehrer zu erreichen.
Diese Möglichkeiten boten sowohl Meinungsaustausch, direkte Ansprache, Gespräche aber auch den Weg der Anonymität bei Problemlagen, welche nicht im direkten Austausch möglich waren. Diese Kommunikationsmöglichkeiten sind dabei bedarfsgerecht auf die jeweiligen Akteure zugeschnitten gewesen.

Schüler:

Um frühzeitig Problemlagen zuerkennen sind kindgerechte Aushänge im Schulgebäude ausgehangen worden. Alle Schüler hatten zu jeder Zeit, die Möglichkeit in das offenstehende Büro zu kommen, um sich beraten zu lassen, Hilfestellung zu erhalten oder einfach mal sich den Frust von der Seele zureden. Falls das direkte Gespräch nicht möglich war, gab es einen Kummer-/ und Wunschkasten, in dem sie ihr Anliegen anonym oder mit Namen hineinwerfen konnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Entstehung der Schülerzeitung „Flinker Stift“ bot eine gute Chance bei der Zielerreichung um für alle Akteure im Kreis der Schule zu involvieren. Zugleich gab es die Gelegenheit die Schule und ihre Geschichten mit nach Hause zu nehmen und sie im Kreis der Familie aufleben zu lassen. Damit wurde eine Informationsinstanz aus Sicht der Schüler geschaffen, welche für Schüler und gleichermaßen für Eltern und Lehrer genutzt wurde. Die konstruktive Auseinandersetzung mit sich selbst als Individuum im Kontext Schule, hilft bei der Erkennung von Selbstwirksamkeit im Bereich Schule und des sozialen Nahbereiches, aber auch als Kompensationsmöglichkeit um Probleme anzusprechen und zum Nachdenken anzuregen. Sie hilft ebenso bei der Förderung von Kooperation, Kommunikation und stärkt zudem soziale Kompetenzen und das Empathievermögen.

Bild: Redaktion Sj 2018/19

 

Eltern:

Vielfach ist es für Eltern und Sorgeberechtigte schwierig, sich in Krisensituationen an externe Fachstellen zu wenden und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eltern aller Kulturen haben bestimmte Schwellenängste und die dazugehörige Furcht, sich die vorherrschenden Probleme in der Familie einzugestehen, oder erkennen sie nicht selbst. Schulbezogene Elternarbeit ist immer wieder eine große Herausforderung, da bei Bedarf möglicherweise eine Weitervermittlung zu Organisationen oder Institutionen vorgeschlagen wird. Eine wertschätzende, ressourcenorientierte und selbstbefähigende Beratungsarbeit ist dabei ein wichtiger Teil der Schulsozialarbeit in Boxberg Ziel gewesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Daher hatte die Schulsozialarbeit bereits im Elternbegleiter der Vorschule, ihren Platz. Dazu bot es nicht nur den Eltern auf mich zuzukommen, Eltern nutzen die Möglichkeit ihr Kind auf mich zu verweisen.

 

Lehrer:

Oft sind es gerade die spontanen und flexiblen Hilfen (wie ein Gespräch) die Instrumente, welche am hilfreichsten sind, um Problemlagen zu erkennen und auszuschließen. Doch Lehrern fehlt diese Zeit um an dieser Stelle effektiv zu handeln. Daher ist die Schulsozialarbeit auch eine hilfreiche Entlastungs-/ Beratungs- und Vermittlungsinstanz für Lehrer. Unter diesem Aspekt, sei angemerkt, dass der Auftrag eines Lehrers begrenzt ist, wie auch seine Zeit. Die Vermittlung von Unterrichtsinhalten nimmt einen großen Teil seiner Arbeitszeit ein, für die Realisierung einer umfassenden sozialpädagogischen Betreuung und Erziehung, über den Schulunterricht hinaus, benötigt er Unterstützung.